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Schwarz und Weiss - Fluch oder Segen? 17,00 ¤
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Art.Nr.: 16
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Schwarz und Weiss - Fluch oder Segen?

Südafrika und Simbabwe, das frühere Rhodesien, als Schauplatz: Geschichte und Geschichten aus vier Jahrzehnten, die der Autor als Arzt in Missionsspitälern erlebt hat. Die Annäherung an die afrikanische Welt erfolgt in diesem Buch über Episoden und Vorfälle in einer ärztlichen Praxis, die zwischen der westlichen Medizin und dem völlig anders gelagerten kulturellen Umfeld der einheimischen Bevölkerung steht. Was auf den ersten Blick als Sammlung von Erlebnissen und seltsamen Geschehnissen daherkommt, ist in Tat und Wahrheit das Ergebnis einer Bewusstseinsanalyse des Volkes der Karanga. Herbert Aschwanden befasst sich seit Jahrzehnten mit den Mythen und der Symbolsprache der Afrikaner, die sich bildhaft zwischen Leben und Tod bewegt. Liest man die hier präsentierten Geschichten, so fällt die eigenartige Vermischung von Sakralem und Profanem auf. Das Biologische wird zum Mysterium. Der Autor hat sich in früheren Publikationen (z. B. «Symbole des Lebens») um den Zugang zu den für Europäer schwer verständlichen Phänomenen bemüht. Seine Arbeitsweise gründet auf den praktischen Erfahrungen des Arztes, der  unter  denkbar schwierigen Umständen seine Patienten  betreut und gleichzeitig ihre Umwelt erforscht. Schwierigkeiten ergeben sich dabei nicht bloß aus der herrschenden materiellen Misere, sondern auch aus einer dem Europäer fremden seelischen Disposition der einheimischen Partner. Es ergibt sich von selbst, dass die Deutungen Aschwandens meist von den Thesen weit entfernt sind, mit denen europäische Ethnologen und Psychologen die afrikanische Welt analysieren. Der Autor hütet sich, vorgegebene akademisch konstruierte Theorien auf seine Klienten zu übertragen. Er versucht vielmehr, von den einheimischen Kulturträgern selber Antworten auf die Frage nach dem Sinn ihres Lebens zu erhalten. Als Ergebnis steht ein faszinierender Einblick in eine fremde Welt. Ein Thema kann in diesem afrikanischen Kaleidoskop nicht fehlen: der weiße Rassismus und die weiße Arroganz, erlebt aus der Perspektive des Mediziners. Gemeint sind vor allem die Erfahrungen des Autors im Südafrika der Apartheid, Ein Beispiel aus der Heilkunde: «Lieber sterben als schwarzes Blut annehmen», das offenbart eine verbreitete Devise bei weißen Rassisten. Hoffnungen in eine düstere Szene trägt die in fast allen Erzählungen sichtbar werdende Lebensfreude der schwarzen Afrikaner, ein Lebensgefühl, das sich selbst in aussichtslosen Situationen behauptet. Auch das ein Phänomen, das mit europäischer Ratio nicht zu deuten ist. Umso eher müsste man zur Einsicht gelangen, dass der afrikanischen Welt nicht mit dem Dünkel der europäischen Zivilisation begegnet werden darf.

 Dr. Max Mittler, Zürich

ISBN 978-3-9523363-7-3

Für weitere Informationen, besuchen Sie bitte die Homepage zu diesem Artikel.
Diesen Artikel haben wir am Freitag, 08. Februar 2008 in unseren Katalog aufgenommen.

Kundenrezensionen:

Autor: Gast 24.08.2010
Bewertung:TEXT_OF_5_STARS

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